Fakten über Alopezie, die du kennen solltest!

Haarausfall ist völlig normal. Wenn in der Bürste täglich mehr als 100 Haare hängenbleiben oder sich kahle Stellen auf der Kopfhaut bilden, kann es sich um eine Alopezie handeln. Im Extremfall führt übermäßiger Haarverlust zur Glatzenbildung. Wenn du die wichtigsten Fakten über Alopezie kennst, kannst du selbst etwas gegen Haarausfall tun und weiterem Haarverlust effektiv vorbeugen!

Mann-GlatzeIst die Alopezie ein vorübergehendes Phänomen?

Die Bezeichnung Alopezie ist ein Überbegriff für verschiedene Arten von Haarverlust. Normalerweise fallen jeden Tag einige Haare aus. Diese bleiben oft im Kamm oder in der Bürste hängen oder sind nach dem Duschen im Abfluss zu finden. Vom Haarausfall wird erst gesprochen, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Diese ersten Anzeichen können auf eine Alopezie hinweisen oder auch ein vorübergehendes Phänomen sein. Manchmal hat der Haarverlust gar nichts mit Alopezie zu tun, sondern entsteht durch ungeeignete Haarpflegeprodukte, Stress oder Vitaminmangel in Verbindung mit einer ungesunden Lebensweise.

Da eine Alopezie vom stellenweisen Ausdünnen der Kopfbehaarung bis zur kompletten Kahlheit bis zur Glatzenbildung führen kann, solltest du die wichtigsten Fakten zum Thema Haarausfall kennen. Eine Alopezie Areata (kreisrunder Haarausfall) wird meist durch eine Autoimmunerkrankung verursacht. Dabei greift die Immunabwehr des Körpers die Haarfollikel an, sodass es zu Haarausfall kommt.

Die verschiedenen Formen der Alopezie

Neben dem kreisrunden Haarausfall gibt es weitere Formen von Alopezie mit unterschiedlichen Symptomen und Auswirkungen. Da sich das Kopfhaar ständig erneuert, ist es normal, dass du jeden Tag einige Haare verlierst. Das Haarwachstum unterliegt einem bestimmten, aus drei Phasen bestehendem Zyklus. Zunächst beginnt das Haar in der sogenannten Wachstumsphase zu wachsen. In diesem Zeitraum wird jedes Haar über die Haarwurzeln mit Nährstoffen versorgt, damit es wachsen kann.

Die Phase des Haarwachstums umfasst meist mehrere Jahre. Daran schließt sich die Übergangsphase (Katagenphase), die lediglich eine bis zwei Wochen dauert, an. Die Versorgung des Haares wird nun gestoppt, sodass das Haarwachstum stagniert und die Haarzellen sich nicht mehr teilen. In der darauffolgenden Ruhephase (Telogenphase) fällt das Haar aus. Gleichzeitig beginnt ein neuer Zyklus, in dem wieder neue Haare wachsen.

Mann Glatze 2Alopezie - Haarverlust der über das normale Maß hinausgeht

Bei einer Alopezie handelt es sich um Haarausfall, der über das normale Maß hinausgeht. Außerdem werden bei krankhaftem Haarausfall nur wenige oder gar keine neuen Haare mehr gebildet. Wenn die Alopezie nicht behandelt wird, kann es zu kahlen Stellen auf dem Kopf kommen. Grundsätzlich können Haare sowohl während der Wachstumsphase als auch während der Ruhephase ausfallen. Dieses Risiko kannst du zwar nicht beeinflussen, allerdings solltest du rechtzeitig reagieren und nicht erst etwas unternehmen, wenn sich das Kopfhaar bereits sichtbar lichtet.

Obwohl eine Alopezie keine Folgen für den allgemeinen Gesundheitszustand hat, kann der Haarausfall deine Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Schönes volles Haar wird meist mit Jugendlichkeit und Attraktivität gleichgesetzt. Wer an Haarausfall (Alopezie) leidet, fühlt sich oft wenig attraktiv oder hat Probleme mit dem eigenen Erscheinungsbild. Langfristig kann Haarausfall sogar das Selbstwertgefühl negativ beeinflussen. Inzwischen gibt es jedoch viele Möglichkeiten, das natürliche Haarwachstum wieder anzukurbeln, sodass du dich nicht mit übermäßigem Haarausfall abfinden musst. Abhängig davon, um welche Art von Alopezie es sich handelt, kannst du selbst aktiv etwas gegen Haarverlust tun.

Verläuft eine Alopezie bei Frauen anders als bei Männern?

Während Haarausfall bei Frauen meist im Bereich des Scheitels beginnt, entstehen bei Männern durch den Haarverlust zunächst sogenannte Geheimratsecken oberhalb der Schläfen. Für Alopezie gibt es verschiedene Ursachen. Oft sind Infektionen, Stoffwechselstörungen oder andere Krankheiten als Auslöser für übermäßigen Haarausfall verantwortlich. Andererseits können aber auch psychische Belastungen oder Stress dazu beitragen, dass mehr Haare ausfallen. Hormonell bedingter Haarausfall tritt bei Frauen oft im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft, nach der Geburt des Kindes sowie in den Wechseljahren auf. Auch eine Pillenpause kann dazu führen, dass Haare ausfallen.

Wenn die gesamte Kopfpartie vom Haarausfall betroffen ist, wird vom diffusen Haarausfall gesprochen. Diese Form von Alopezie gilt als vorübergehendes Phänomen. Erblich bedingter Haarausfall kann in jeder Lebensphase auftreten. Da diese Haarausfall-Art genetische Ursachen hat, kannst du den Haarverlust nicht beeinflussen. Es gibt allerdings einige Tipps und Tricks, die dir dabei helfen können, weiteren Haarausfall zu minimieren. Bei ererbten Haarproblemen liegt meist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln vor, die sensibel auf das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren.

Inzwischen weiß man, dass die sogenannte androgenetische Alopezie bei Frauen und Männern die häufigste Haarausfall-Art ist. Allerdings verläuft der anlagebedingte Haarausfall bei Frauen völlig anders als bei Männern. Ein typisches Anzeichen für eine Alopezie bei Frauen ist das Dünnerwerden der Haare im Scheitelbereich sowie an anderen Stellen am Oberkopf. Männer müssen hingegen mit Geheimratsecken, kahlen Stellen oder einer Glatze rechnen.

So kannst du den Haarausfall bei einer Alopezie stoppen

Damit der Haarausfall gestoppt und weiterem Haarverlust vorgebeugt wird, solltest du aktiv werden, sobald du die ersten Veränderungen bemerkst. Dabei kommt es darauf an, die richtige Verfahrensweise zu finden, um dem Haarverlust gezielt entgegenzuwirken. Rund um das Thema Haarausfall ranken sich zahlreiche Mythen. Es ist deshalb wichtig, die Fakten zu kennen. Oft werden falsche Ernährungsgewohnheiten mit erhöhtem Haarverlust in Verbindung gebracht. Dies ist eine begründete Annahme, denn bei Nährstoff- und Vitaminmangel werden die Haarwurzeln nicht mehr richtig versorgt, sodass mehr Haare ausfallen als nachwachsen.

Um Haarausfall vorzubeugen, solltest du darauf achten, dass deine Ernährung ausreichend Vitamine und Mineralien enthält. Mineralstoffe wie Zink und Eisen, die beispielsweise in Haferflocken, Hülsenfrüchten und Fisch enthalten sind, können die Haarwurzeln stärken und das Haarwachstum fördern. Ausgefallene Haare wachsen meist wieder nach. Bei einer Alopezie kann es jedoch länger dauern, bis sich der Haarwuchs wieder normalisiert. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung kannst du das Haarwachstum nicht beschleunigen, auch wenn dies in der Werbung oft im Zusammenhang mit Haarpflegeprodukten versprochen wird.

Das Haarwachstum ist genetisch festgelegt und kann deshalb nicht beeinflusst werden. Allerdings kann Nährstoffmangel die Aktivität der Haarfollikel beeinträchtigen und somit das Haarwachstum verlangsamen.

Nützliche Tipps die bei Alopezie helfen können

Regelmäßiges Haareschneiden hat keinen Einfluss darauf, wie schnell die Haare wachsen, da das Wachstum an der Haarwurzel beginnt. Mechanisch bedingter Haarverlust ist ein Thema, das oft vernachlässigt wird. Dabei besteht ein gewisses Risiko, dass strenge Zöpfe den Haarausfall fördern können. Bei Dutts oder straffen Zöpfen entsteht oft eine Zug-Alopezie, die im Extremfall zum permanenten Haarverlust führen kann. Es empfiehlt sich deshalb, darauf zu achten, dass Zöpfe nicht zu streng geflochten werden.

Gleiches gilt für den Pferdeschwanz, der ebenfalls eine Zug-Alopezie auslösen kann, wenn das Haargummi zu straff ist. Haarpflege- und Stylingprodukte gelten meist als unbedenklich. Es soll zwar vorgekommen sein, dass Haarpflegemittel die Haarstruktur beschädigt haben, dies führte jedoch nur zu Haarbruch oder zum Austrocknen des Haares. Auf Haarausfall haben Pflegeprodukte in der Regel keinen Einfluss. Oft wird behauptet, dass Haarausfall saisonbedingt auftritt.

Tatsächlich soll der Haarverlust in den Sommer- und Herbstmonaten etwas höher sein als in der kalten Jahreszeit. Wissenschaftlich wird diese Hypothese mit Änderungen im Lichteinfall, die das Hormonsystem beeinflussen und somit auch einen Effekt auf den Haarzyklus haben sollen, begründet. Bei Haarausfall solltest du zunächst zu deinem Hausarzt oder zu einem Dermatologen gehen, damit die Ursachen geklärt werden. Ein Friseur kann dich zwar mit Stylingtipps unterstützen, die Auslöser für deinen Haarverlust kann jedoch nur ein Facharzt erkennen. Abhängig davon, ob es sich um eine diffuse, androgenetische oder saisonale Alopezie handelt, wird dir der Arzt die richtigen Behandlungsmöglichkeiten empfehlen.

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