Warum Haarausfall ein Problem ist

Wenn die Haare büschelweise ausfallen oder in der Haarbürste hängenbleiben, geraten die meisten Betroffenen in Panik. Um Haarausfall handelt es sich jedoch nur, wenn täglich mehr als 100 Haare verlorengehen. Im Extremfall können durch den vorzeitigen Haarverlust kahle Stellen auf dem Kopf oder eine Glatze entstehen. Um das Haarwachstum wieder anzukurbeln und weiterem Haarausfall vorzubeugen, ist es wichtig, sich mit dem Thema Haargesundheit auseinanderzusetzen. 

Vier Köpfe

Wieviel Haarausfall ist normal?

Über die Entstehung von Haarausfall gibt es viele Mythen und Gerüchte. Obwohl es völlig normal ist, dass täglich bis zu 100 Haare ausfallen, wird der Haarverlust oft als eine Art Krankheit betrachtet. Wenn du morgens einige Haare auf dem Kopfkissen oder in der Haarbürste findest, ist dies nicht unbedingt ein Hinweis auf Haarausfall. Du solltest wissen, dass jedes Haar eine begrenzte Lebensdauer hat und nach Beendigung der aktiven Wachstumsphase ausfällt. Allerdings wächst anschließend ein neues Haar nach.

Zu übermäßigem Haarausfall kann es grundsätzlich in jedem Alter kommen. In seltenen Fällen sind sogar Kinder und Jugendliche davon betroffen. Vorzeitiger Haarverlust kann für jeden Betroffenen zur psychischen Belastung werden. Einen verstärkten Haarausfall erkennst du daran, dass sich auf dem Kopf einzelne haarlose Stellen bilden. Damit solche Haarprobleme nicht zur völligen Haarlosigkeit führen, solltest du rechtzeitig etwas dagegen unternehmen. Meist ist der Haarverlust, der fachspezifisch als Effluvium bezeichnet wird, nur vorübergehend.

Zu den Gründen, die den temporären Haarverlust begünstigen können, zählen Stress, Hormonstörungen sowie eine ungesunde Lebensweise. Meist wachsen die Haare wieder nach, sobald die schwierige Lebenssituation überwunden ist oder Maßnahmen ergriffen werden, um weiterem Haarausfall vorzubeugen. 

Frau Hand im Gesicht

Ist Haarausfall eine Krankheit?

Manchmal ist der Haarausfall nicht mehr rückgängig zu machen. Wenn die Haarwurzeln beispielsweise durch Verbrennungen oder Erkrankungen der Kopfhaut unwiderruflich geschädigt sind, können sich an den betroffenen Stellen keine neuen Haare mehr bilden. Dies kommt jedoch nur selten vor, denn in den meisten Fällen kann übermäßiger Haarverlust durch gezielte Maßnahmen gestoppt werden. Schönes Haar wird in unserer Gesellschaft mit Attraktivität und Jugendlichkeit in Verbindung gebracht.

Für die meisten von uns hat eine füllige Mähne eine große Bedeutung. Deshalb fühlen wir uns verunsichert, wenn sich das Haar sichtbar lichtet. Der Haarausfall kann unsere Lebensqualität deshalb erheblich beeinträchtigen. Wenn du dir wegen deines Haarverlusts Sorgen machst, solltest du wissen, dass es zahlreichen Menschen ebenso geht wie dir. Tatsächlich ist Haarausfall ein Problem, von dem schätzungsweise jeder zweite Erwachsene betroffen ist. Da wir allerdings bis zu 100.000 Haare auf dem Kopf haben und davon täglich nur circa 100 verlieren, gibt es keinen Grund zur Sorge. Das natürliche Haarwachstum besteht aus verschiedenen Phasen, sodass es völlig normal ist, dass jeden Tag einige Haare ausfallen. 

So findest du die Auslöser für deinen Haarausfall

Beim Haarausfall wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Bei manchen Arten beschränkt sich der Haarverlust auf bestimmte Bereiche, sodass es beispielsweise an den Schläfen zu sogenannten Geheimratsecken kommt. Unabhängig davon, von welcher Art des Haarausfalls du betroffen bist, gibt es eine Lösung, denn Haarverlust ist kein Schicksal. Inzwischen existieren zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die darauf abzielen, vermehrten Haarausfall zu regulieren und den Haarwuchs zu fördern. Haarprobleme behandeln gehört zum Aufgabengebiet von Hautärzten, die oft sogar spezielle Haarsprechstunden anbieten.

Bei länger andauerndem Haarverlust, den du mit Hausmitteln oder sorgfältiger Haarpflege nicht in den Griff bekommst, solltest du zum Dermatologen gehen. Bevor mit der richtigen Therapie begonnen werden kann, muss zunächst die Ursache für den Haarausfall gefunden werden. Beim Hautarzt werden spezielle Untersuchungen durchgeführt, um die Gründe für den übermäßigen Verlust von Haaren abzuklären.

Dabei wird der Arzt die Kopfhaut, die Haarstruktur sowie die Haardichte sorgfältig untersuchen. Zu diagnostischen Zwecken stehen heutzutage moderne Untersuchungsmethoden wie die Dermatoskopie, Trichoscan und Trichogramm zur Verfügung. Dadurch kann der Hautarzt die Art und den Verlauf des Haarausfalls genau feststellen. Für die Behandlung von krankhaftem Haarausfall kommen verschiedene Medikamente und Haarwuchsmittel infrage. 

Frau mit Bürste

Haarausfall kann grundsätzlich jeden Körperbereich betreffen

Meist wird Haarausfall mit übermäßigem Ausfallen des Kopfhaares in Verbindung gebracht. Grundsätzlich kann der Haarverlust allerdings jeden Körperbereich betreffen. Das Haar wächst in Zyklen, die im Einzelnen als Wachstumsphase (Anagenphase), Übergangsphase (Katagenphase) und Ruhephase (Telogenphase) bezeichnet werden. Wenn das Haarwachstum beendet ist, fällt das Haar aus, während ein neues Haar bereits im Haarfollikel zu wachsen beginnt. Störungen des Wachstumszyklus können in jeder Phase zu Haarausfall führen. Bei einem Haarverlust fallen die Haare entweder gleichmäßig aus oder es bilden sich einzelne kahle Stellen oder runde haarlose Flecken auf dem Kopf.

Da es sich bei den meisten Formen von Haarausfall nicht um Krankheiten handelt, ist aus medizinischer Sicht keine Behandlung erforderlich. Dennoch ist schwindendes Kopfhaar eine große psychische Belastung, weshalb es sinnvoll ist, eine geeignete Lösung für das Haarproblem zu finden. Mittlerweile gibt es jede Menge Haarpflegeprodukte und Methoden, die angeblich gegen Haarausfall helfen sollen. Bei vielen Produkten fehlen jedoch die wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe. Es ist deshalb nicht vorhersehbar, ob ein Mittel tatsächlich wirkt und den Haarausfall stoppen kann.

Um weiterem Haarverlust vorzubeugen, musst du zunächst wissen, welche Form von Haarausfall bei dir in Betracht kommt. Zu den häufigsten Arten zählen der erblich bedingte Haarausfall, der kreisrunde Haarausfall sowie der diffuse Haarausfall. Beim genetisch bedingten Haarausfall fällt zuerst das Haar an der Stirn und an den Schläfen aus. Im weiteren Verlauf dünnt das Haar dann am Hinterkopf aus. Ohne Behandlung können größere kahle Stellen und eventuell sogar eine vollständige Glatze entstehen. Es wird vermutet, dass etwa 8 von 10 Männern vom genetischen Haarausfall betroffen sind, während Frauen seltener an dieser Form von Haarverlust leiden. 

Welche Maßnahmen helfen wirklich gegen Haarausfall?

Bei Frauen beginnt der Haarausfall häufig in einer Phase hormoneller Umstellungen, wie beispielsweise während einer Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren. Zur Behandlung von Haarausfall werden meist Mittel mit den Wirkstoffen Finasterid und Minoxidil eingesetzt. Darüber hinaus sind auch einige Nahrungsergänzungsmittel zur Therapie von Haarausfall zugelassen. Unabhängig davon, welches Mittel du verwendest, ist etwas Geduld nötig, denn mit einer Wirkung ist erst nach einigen Monaten zu rechnen. Falls die Behandlung unterbrochen und das Mittel zu früh abgesetzt wird, kann es zu weiterem Haarverlust kommen. Beim kreisrunden Haarausfall wachsen die Haare auch ohne Therapie nach einer bestimmten Zeit von selbst wieder nach. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass es zu einem späteren Zeitpunkt zu weiteren Schüben kommt.

Kreisrunder Haarausfall ist zwar harmlos, allerdings können die sichtbaren kahlen Stellen zumindest optisch zum Problem werden. Die Hauptursache von kreisrundem Haarausfall, der grundsätzlich in jedem Alter entstehen kann, soll eine Autoimmunerkrankung sein. Deshalb werden zur Behandlung vor allem Glukokortikoide, Diphenylcyclopropenon und Zink eingesetzt. Wenn das Haar überall auf dem Kopf ausfällt, ist vermutlich diffuser Haarausfall dafür verantwortlich. Diese Form von Haarverlust ist meist vorübergehend und tritt oft als Begleiterscheinung bei gesundheitlichen Störungen auf.

Zu den Auslösern für diffusen Haarausfall zählen unter anderem Eisenmangel, Infektionen, Stress, Schilddrüsenerkrankungen oder Hormonschwankungen. Außerdem können auch gewisse Medikamente als Nebenwirkung Haarausfall verursachen. Nachdem die Ursache für diffusen Haarausfall gefunden und beseitigt ist, wachsen die Haare meist wieder nach. Um übermäßigem Haarverlust vorzubeugen, sollten Zöpfe oder Pferdeschwänze nicht zu straff gebunden werden. Gegen Haarausfall können Hausmittel wie Kokosöl, Brennnessel und Apfelessig helfen. Eine medikamentöse Behandlung ist nur in besonderen Fällen notwendig und sollte vom Arzt verordnet werden. Mit vitaminreicher Ernährung, Stressabbau und einer gesunden Lebensweise kannst du selbst viel dazu beitragen, Haarausfall zu minimieren.

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